ichhatteeinentraum


 

Der Traum

Ich hatte einen Traum  

Ich saß auf einer Schallplatte und war käfergroß. Die Scheibe drehte sich ganz langsam und ich mich mit ihr. Ich fühlte mich wohl, schaute mal rechts und mal links. Ich sah, dass das alte Grammophon nicht nur eine Kurbel hatte, sondern es waren rundherum viele Kurbeln angebracht. Doch nur an einer stand jemand: ein Fremder. Er lächelte und drehte ganz vorsichtig und beobachtete mich dabei. Ich lächelte auch. So ging das eine ganze Weile.

Dann kam ein weiterer Fremder. Er stellte sich auch an die Kurbeln und fing an zu drehen. Die Scheibe drehte sich nun ungleichmäßiger und schneller. Aber, mit gefiel auch das.

Dann kam der nächste Fremde. Jetzt hatte ich keine Zeit mehr rechts und links zu gucken. Ich suchte einen Haltegriff, fand aber nichts. Mir wurde schwindelig.          
 

Als der nächste Fremde kam, waren bis auf eine Kurbel alle anderen besetzt. Die Scheibe drehte sich immer schneller, immer schneller. Ich wusste, ich würde mich nicht mehr lange auf ihr halten können. Ich hatte Angst, große Angst. Würde ich mich verletzen beim Herunterfallen? Was erwartete mich da draußen, außerhalb der Scheibe?

Die Fliehkraft trug mich in hohem Bogen hinaus, gerade dort, wo sich die Lücke befand.

Ich fiel auf harten Steinfußboden. Ich war verletzt. Sehr verletzt sogar. Aber, ich spürte, mein Lebenswille war stark.

Ich kroch in eine Ecke des Zimmers. Dort würden meine Wunden heilen können.

Wie erleichtert war ich, der Scheibe entronnen zu sein !

 

 

Schreiben

 

Ich leuchte meine Seele aus,

psycho-analysiere deren Inhalt.

 

Vergilbte Fotos demonstrieren Vergangenheit,

staubschichtüberzogen.

 

Ich wische ihn weg, den Staub.

Sehe jetzt klarer,

beginne die Fotos zu ordnen.


 Trauma nach links,

Träume nach rechts,

Tränen in die Mitte.

 

Fehler werden in der Erfahrungskiste abgelegt.

Vorsorglich ist dort noch reichlich Platz.

 

Ist der untern Tisch gekehrte Seelenmüll

vielleicht doch noch verwertbar?

 

Das Puzzle ist noch nicht komplett.

Es fehlen ein paar Teile.

Ah..., unterm Tisch, da liegen sie.

 

Erst jetzt ergibt mein Lebenspuzzle einen neuen Sinn.

Erst jetzt benutz` ich wieder einen Fotoapparat,

um Gegenwart und Zukunft einzufangen.

 

 

Schützen reisen gern.

 

Sie klettern auf den Zuckerhut,

reiten auf Elefanten oder

vollführen mit dem Medizinmann

einen Regentanz.

 

Sie stehen mitten auf dem Kreml,

trinken Tee mit einer Geisha oder

üben sich im Schattenboxen.

 

Ab und zu besuchen sie sogar

den Mann im Mond.

 

Sie sind nicht anspruchsvoll.

Ihr einziges Gepäck ist ihre Phantasie...,

wenn sie... auf...

Gedankenreise gehn.


 

 

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